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10. September 2026 · 7 Min. Lesezeit

Website erstellen lassen: Was den Preis bestimmt und worauf Sie achten sollten

„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage, die mich erreicht – und die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, was sie leisten soll. Statt einer Zahl, die für Ihren Fall ohnehin nicht passt, bekommen Sie hier das, was den Preis tatsächlich bewegt, woran Sie einen guten Anbieter erkennen und wie der Ablauf bis zum Go-live aussieht – damit Sie Angebote vergleichen können, statt nur auf die Summe zu schauen.

Drei Ausbaustufen – und was jede leisten muss

Bevor über Geld gesprochen wird, sollte klar sein, welche Art von Website Sie überhaupt brauchen. In der Praxis sind es drei Stufen, und der Aufwand steigt mit jeder deutlich. Ein Baukasten-Abo liegt unterhalb davon, eine größere Agentur mit Konzeptphase und Fotoproduktion darüber – beides kann richtig sein, wenn es zu Ihrem Ziel passt.

  • Onepager für Handwerk, Praxis oder Kanzlei: eine Seite mit Leistungen, Referenzen, Kontakt und sauberer mobiler Darstellung. Reicht, wenn Kunden überwiegend über Empfehlung kommen.
  • Firmenwebsite mit fünf bis zehn Unterseiten und Blog: Struktur, Texte und Suchmaschinenoptimierung kommen als eigene Arbeitspakete dazu. Richtig, wenn Sie über Google gefunden werden wollen.
  • Website mit Funktionen – Terminbuchung, Kundenbereich, Mehrsprachigkeit, Anbindung an Ihre Software: Hier wird aus der Website ein Werkzeug, und jede Funktion ist ein eigenes Arbeitspaket.
  • Laufender Betrieb: Hosting, Domain, Updates und Backups fallen bei jeder Stufe an. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben – nicht danach.

Was den Preis wirklich treibt

  • Texte: Ob Sie die Inhalte liefern oder sie mit Ihnen erarbeitet werden, ist oft der größte Einzelposten – gute Texte dauern länger als gutes Design.
  • Individuelles Design versus Vorlage: Ein Design, das zu Ihrer Marke passt, kostet Zeit. Eine angepasste Vorlage ist günstiger und für viele Betriebe völlig ausreichend.
  • Funktionen: Jede Anbindung – Terminbuchung, Newsletter, Bewertungen, Kartendienste – ist ein eigenes Arbeitspaket und meist auch ein Datenschutzthema.
  • Mehrsprachigkeit: Jede Sprache verdoppelt den Textaufwand und braucht eine saubere technische Umsetzung, damit Google die Versionen richtig zuordnet.
  • Fotos: Eigene Fotos vom Team und vom Betrieb heben jede Website – Stockbilder sieht man auf den ersten Blick.

Woran Sie einen guten Anbieter erkennen

  • Er fragt zuerst nach Ihrem Ziel – Anfragen, Bewerbungen, Termine – und erst dann nach Farben.
  • Sie bekommen den Quellcode und alle Zugänge; Domain und Hosting laufen auf Ihren Namen. Sonst sind Sie bei jedem Wechsel erpressbar.
  • Barrierefreiheit, Datenschutz und Ladezeit sind Teil des Angebots, nicht Aufpreis-Optionen.
  • Referenzen, die Sie aufrufen und auf dem Handy testen können.
  • Ein klarer Ablauf mit Abnahmeschritten statt „wir melden uns, wenn es fertig ist“.

Der Ablauf bei mir – von der Anfrage bis zum Go-live

  • Woche 1: Gespräch über Ziel, Zielgruppe und vorhandene Inhalte; danach ein Festpreis-Angebot.
  • Woche 2 bis 3: Struktur und Entwurf der Startseite, Abstimmung, Texte werden parallel erarbeitet.
  • Woche 4 bis 5: Umsetzung aller Seiten, Kontaktformular, Suchmaschinen-Grundlagen, Test auf allen Geräten.
  • Woche 6: Abnahme, Go-live, Einrichtung von Search Console und Analytics, kurze Einweisung, damit Sie Inhalte selbst ändern können.

Wann sich die teurere Variante lohnt – und wann nicht

Wenn Ihre Kunden Sie über Google finden sollen, zahlt sich Aufwand in Struktur, Texte und Ladezeit direkt aus – jede Leistung braucht ihre eigene Seite, sonst rankt nichts. Wenn die Website vor allem Visitenkarte für Empfehlungskunden ist, reicht ein gut gemachter Onepager, und das gesparte Geld ist in Fotos oder einem Google-Unternehmensprofil besser angelegt.

Der häufigste Fehler ist nicht das zu kleine Budget, sondern der falsche Umfang: eine große Website mit zehn Unterseiten, die nie mit Inhalten gefüllt werden. Lieber klein starten und erweitern, sobald klar ist, wonach Kunden tatsächlich suchen.

Eine Website ist kein Kostenblock, sondern der Mitarbeiter, der rund um die Uhr Anfragen entgegennimmt – wenn sie dafür gebaut ist. Wenn Sie ein konkretes Angebot möchten: Beschreiben Sie mir in drei Sätzen, was die Seite erreichen soll, und Sie bekommen innerhalb von zwei Werktagen einen Festpreis.

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